How to get a place to work at home. Aus Bad mach Arbeitszimmer Part I

5. Juli 2020 0 Von Stephanie

Spätestens seit Beginn der Corona-Pandemie und dem harten Lockdown in Deutschland wissen wir alle zu schätzen, wenn man ein Arbeitszimmer im eigenen Haus hat. Auf dem Sofa arbeiten mag zwar ein paar Tage ganz nett und gemütlich sein. Produktivität sieht aber in einem richtigen Büro mit entsprechendem Equipment anders aus.

Auch mir ging es so. Zwei Monate im Homeoffice, in denen ich wechselweise in der Küche, auf dem Sofa oder im Bett gearbeitet habe. Bei gutem Wetter im Garten. Dennoch war ich froh, als unser Arbeitszimmer fertig war und wir zudem auch endlich Internet und vernünftiges WLan hatten. Folgt uns auf unserer Reise vom Umbau eines Badezimmers zum Büro.

Obwohl das Arbeitszimmer einer der kleinsten Räume im Haus ist, hat seine Umgestaltung wohl mit am längsten gedauert. Bisher. Denn das Arbeitszimmer war zuvor das Badezimmer. Nebst Fliesen von der Wand hauen, Badewannen raus reißen und Abflüsse verschließen, mussten hier die Wände sehr aufwändig verputzt und für die neue Nutzung des Raumes aufbereitet werden.

Bad oder was?

Zunächst hatten wir vor das alte Bad wieder in ein Bad zu verwandeln. Aufmerksamen Blog-Lesern mag aufgefallen sein, dass wir nun bereits das Bad fertig haben. Nach dem Abriss des alten Bades wurde also mitnichten ein Neues installiert. Stattdessen entschieden wir uns hier unser Arbeitszimmer einzurichten. Fliesen runter, Wanne raus, Toilette weg. So standen wir vor einem völlig neuen Raum. Im alten Bad wurde PVC in Holzoptik verlegt und leider auch geklebt.

The 80s are back. Soon.

Wir staunten jedoch nicht schlecht, als unter dem PVC ein 80er-Jahre Fliesenboden zutage kam, der doch stark an schillernde Computerspiele aus den 80er und 90er Jahren erinnerte. Andere kaufen sich Retro-Fliesen, wir haben schon welche. Auch wenn ich persönlich nicht begeistert war und diese Bodenfliesen am liebsten rausgerissen hätte: Georg fand sie spitze. Also entschieden wir, dass die Bodenfliesen bleiben dürfen. Dennoch blieb ein Problem: es gab keine Reste der Bodenfliesen mehr, um die alte Einfassung der Badewanne so hoch zu legen, dass der Boden eben ist. Früher wurden Badewannen immer in den Boden eingelassen und einbetoniert. Das macht man heute nicht mehr, hinterlässt aber natürlich eine Senke im Boden, dort wo die Wanne stand.

Rechts seht ihr die Einlassung der Badewanne. Und diesen Retroboden, der unter PVC versteckt wurde.

Insofern mussten wir uns eine Lösung überlegen, mit der wir leben können und die auch nicht ganz furchtbar aussieht. Der Raum ist Retro-rustikal gestaltet. Deshalb entschieden wir uns für Nivelliermasse. Diese Masse ist genau für solche Probleme geeignet. Man gießt mehrere Schichten an und lässt jede einzelne Schicht gut trocknen. Sie ist einfach anzurühren und zu handhaben.

Nach 2-3 mal gießen war der Boden eben und bis auf den grauen Kasten (siehe Bild), war nichts mehr von der alten Einlassung zu sehen. Super Clou: Georg hat in die letzte Schicht Nivelliermasse doch tatsächlich ein bisschen vom Rest der schwarzen Fugenmasse aus dem Bad reingegeben. So konnten wir die Fläche abdunkeln und passender zum Raum gestalten. Ein ganzes Stück Arbeit war die Reinigung der Bodenfliesen und nach gefühlten 20 Eimern Wassern und viel Schrubberei, können wir heute stolz sagen: der Retroboden leuchtet wie nichts anderes und sieht wieder wie neu aus. So konnte es dann endlich auch an die Gestaltung des Arbeitszimmers gehen.

Hier sieht man den Übergang von der nivellierten Fläche zu den Bodenfliesen. Alles ist nun eben.

Ihr wollt wissen wie unser Arbeitszimmer nun aussieht? Bald erfahrt ihr mehr zur gestalterischen Herrichtung des Arbeitszimmers.

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