Neues Bad Part II

Neues Bad Part II

5. Januar 2020 0 Von Stephanie

Im letzten Blogbeitrag habt ihr die Grundbausteine zu unserem Bad erfahren.

Ihr habt den Rohbau der Dusche, des Waschtisches und der ganzen Installationen von Wasser über Strom, Abwasser und Fußbodenheizung gesehen. Von März bis Oktober war vor allem Georg damit beschäftigt alles zu planen, zu zeichnen, zu messen, zu bauen. Meine Aufgabe war vor allem das Streichen mit Rollputz und später mit der von uns ausgewählten Farbe.

In diesem Blogpost soll es nun um die Gestaltung des Bades gehen. Was heißt das? Na, es wird spannend für alle, die schöne Dinge lieben. Wir nehmen euch mit in die Entwicklungen beim Fliesen, zeigen euch unsere Armaturen und ihr dürft endlich einen Blick in unser Bad erhaschen. Eins vorweg: wir sind furchtbar stolz!

Was bisher geschah

Die Konstruktionen für Dusche, Waschtisch und Badewanne nun mit imprägnierten Rigipsplatten – diese sind extra für Feuchträume angelegt – sind nun fest verschraubt und verspachtelt worden. Danach ging es an wohl den wichtigsten Part. Wir haben eine Elefantenhaut drüber gezogen. Keine Angst, dabei sind keine Tiere zu Schaden gekommen. Elefantenhaut ist ein flüssiges Gummi, dass an der Luft trocknet und vor Nässe schützen soll. In Bädern unerlässlich. Dadurch wird das Risiko des Weggammelns der Holz- und Rigipskonstruktion minimiert. Diese Flüssigfolie ist Vorschrift in Nassräumen – es gibt für ALLES Vorschriften 😉 .

Flüssigfolie auf Rigips. Klingt wie ein Kunstwerk

Entkoppeln.

Wie ihr euch vielleicht erinnert, haben wir eine Fußbodenheizung eingebaut. Wir haben uns entschieden mit einer sogenannten Entkopplungsmatte zu arbeiten. Durch die Entkopplungsmatte werden mögliche Spannungen und Risse vermieden, da die Fliese so nicht direkt auf dem Estrich liegt. Im Wesentlichen gibt es drei Faktoren, die FÜR eine Entkopplungsmatte sprechen, allerdings scheiden sich bei diesem Thema die Geister. Insofern, seht unsere Erfahrungswerte bitte auch nur als diese an. Erkundigt euch im Zweifel immer beim Fachmann (Fliesenleger oder Fliesenmarkt). Die Voraussetzungen für die Nutzung einer Entkopplungsmatte haben alle drei bei uns zugetroffen.

  • Fliesengröße (unsere Fliesen sind sehr lang – 120cmx20cm)
  • Untergrundbeschaffenheit (Entkopplungsmatten werden vor allem bei Trockenestrich verwendet. Dies war bei uns der Fall mit den Fermacell-Platten)
  • Fußbodenheizung (durch die Wärme drohen Fliesen eher zu reißen, als ohne Fußbodenheizung. Große Fliesen begünstigen das Reißen noch)

Wir wollten kein Risiko eingehen – zumal wir das gesamte Bad neu machen müssten, wenn Fliesen reißen.

Nicht ganz selfmade…

Auf dem Bild seht ihr schon die ersten Ergebnisse vom Fußbodenfliesen. Vielleicht wundert ihr euch, was das für rote Keile zwischen den Fliesen sind. Zugegebenermaßen haben wir das Bad nicht selbst gefliest, sondern einen Freund, der Profi ist, rangelassen. Wir haben uns aus Zeitgründen dafür entschieden. Allerdings haben wir die Materialien geliefert. Unsere Fliesen kommen aus einem Fliesenmarkt aus der Nähe (die Vorteile eines wohnortnahen Baustoffhändlers könnt ihr hier nachlesen), ebenso den Fliesenkleber, Fugenmasse und Verlegezubehör.

Die Keile sind vor allem für Anfänger und Selfmade-Men (und -women) geeignet. Aber auch Profis nutzen diese sehr gerne. Die durchsichtigen Haken werden unter die Fliese gelegt, mit dem roten Keil wird die Fliese angehoben und mit der nächsten Fliese auf eine Höhe gebracht. Klarer Vorteil: man fliest nicht schief und schräg und kreuz und quer. Unser Ergebnis kann sich sehen lassen. Wir haben keine Kanten, an denen man sich die Zehen stoßen kann oder man mit dem Staubsauger hängen bleibt. Auch bei den Wandfliesen hat unser Fachmann diese Technik angewandt. Einfach – schnell – sauber. Wir sind zufrieden.

Wir haben unsäglich viele Kanten und Ecken in unserem Bad. Und damit auch viel Ablagefläche für Staub. Das macht das Putzen in einem 20qm-Bad nicht einfacher. Deshalb ist die Entscheidung für Fliesenschienen gefallen. Im Bild oben seht ihr vielleicht an den Kanten des Waschtisches unsere Fliesenschienen. Wir haben Glück sie in dieser Farbe gefunden zu haben. Warum? Seht selbst

Armaturen und unser Waschtisch. HIer noch ohne Steckdosen.

The spirit. Von Armaturen und Waschtischen.

Wir haben uns für wunderschöne Armaturen in einem Kupferton entschieden. Es war genau die richtige Entscheidung – jedes Mal, wenn ich unser Bad betrete und die Armaturen benutze, freue ich mich so sehr. Ich pflege sie wie ich nie zuvor Armaturen gepflegt habe (verrückt oder?). Die Armaturen sind von Grohe aus der Reihe „Essence“ im Farbton „warm Sunset, glänzend“. Leider können wir euch keinen Link schicken, wo alle Armaturen bestellbar sind. Aber schaut euch doch gerne auf der Homepage von Grohe um. Dort findet ihr sicherlich auch weitere Ideen für die Gestaltung des Bades. Es muss ja nicht Grohe sein.

Duscharmaturen und unsere super Regendusche.

Ein weiteres Herzstück des Bades ist der Waschtisch. Nebst eigenem Entwurf und Fertigstellung hat Georg den Tisch selbst gebaut. Dazu haben wir zwei Holzbohlen verwendet, zurecht geschnitten, geleimt. Anschließend kam eine Holzlasur drauf, die vor allem dazu dienen soll Wasserabweisend zu wirken – in der Nähe von Waschbecken sinnvoll. Zugleich wurde die Farbe damit etwas dunkler, genau unser Geschmack. Wir haben Wert auf die natürliche Form des Waschtisches gelegt, deshalb haben wir Rundungen Verlauf des Holzes belassen. E sollte rustikaler sein.

Der rote Faden? Holz.

Passend dazu ist unsere Lampe selbst gebaut. Auch diese hat Georg aus einer Holzbohle, die wir auf dem Dachboden gefunden haben gebaut und mit Lichtinstallationen bestückt.

Ansicht des Bades von der Tür. Die Lampe wurde aus einer alten Holzbohle vom Dachboden gebaut.

Unsere Möbel und den Spiegel haben wir in einem Möbelhaus gekauft – passenderweise sind in derselben Farbe wie der Waschtisch. Ich lege sehr großen Wert auf gleiche oder ähnliche Farben und bin kein Fan von bunt gemischten Materialien. Deshalb ist euch jetzt vielleicht auch klar, warum wir kupferne Fliesenschienen gewählt haben. Naja, die passen halt besser zu den Armaturen als silberfarbene…wir haben viel Liebe in die Gestaltung des Bades investiert.

Am Ende war das Bad wohl einer der aufwendigsten Räume – nebst Stromkabel legen im ganzen Haus. Aber wir lieben unser Bad. Und auch wenn ich mir nicht immer das Ergebnis vorstellen konnte, so bin ich doch umso stolzer auf das Ergebnis und wie es letztlich aussieht.

Als nächstes wird unsere Küche fertig werden. Ich verspreche euch: diesmal müsst ihr nicht so lange auf einen Blogbeitrag warten. Wir sind bald soweit euch die Küche zu präsentieren. Bleibt gespannt!

Die in diesem Blog namentlich genannten Waren haben wir selbst käuflich erworben. Wir bekommen kein Geld für Werbung. Die Nennung dient nur als Anhaltspunkt und Tipp für euch.

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