Neues Bad – Part I

9. Oktober 2019 0 Von Stephanie

Das Badezimmer zählt für viele zu den wichtigsten Räumen eines Hauses. Einige wünschen sich Wellnesspaläste, anderen reicht die Standard-Ausstattung. Wir haben uns für ein großzügiges Badezimmer mit viel Platz und nach unserer Vorstellungen entschieden. Das bedeutet(e) viel Arbeit – und Grips. In den nächsten Blogposts soll es deshalb um die Gestaltung unseres Badezimmers und die Entwicklung bis hin zum fertigen Bad gehen. Achtung Spoiler: Unser Bad ist derzeit noch nicht fertig, aber auf dem Schlussspurt …

Zu Beginn der Bauarbeiten haben wir uns intensiv mit der Gestaltung des Badezimmers auseinander gesetzt. Das vorhandene Bad war Schlauchförmig und uns viel zu klein. Zunächst dachten wir daran eine Wand zu versetzen und so das Bad größer zu machen. Allerdings vermuteten wir, dass die entsprechende Wand tragend ist. Deshalb haben wir einen der größeren Räume als neues Badezimmer auserkoren. Der Vorteil: das Zimmer liegt bereits direkt in der Nähe der Abwasserkanäle, sodass diese Arbeiten nur noch geringfügig ergänzt werden mussten.

Dazu hat Georg mit Freunden zunächst den vorhandenen Betonboden heraus gestemmt, anschließend Abwasserkanäle verlegt, den Fußboden für die Fußbodenheizung vorbereitet, diese schließlich eingesetzt und dann die Fermacell-Platten obenauf gelegt. Das war deutlich mehr Arbeit als hier beschrieben und hat mehrere Wochen gedauert. Doch damit waren die Arbeiten längst nicht abgeschlossen. In diesem Blog wollen wir uns allerdings auf die Installation der Dusche, Waschbecken und Konstruktionen dafür konzentrieren. Georg hat unheimlich viel Grips in diese Arbeiten gesteckt.

Wie soll es bloß aussehen?

Zunächst muss klar sein: wer ein neues Bad selbst gestalten will, muss sich im Klaren sein, dass man nicht einfach eine Toilette, Badewanne und Dusche installiert, fliest und dann seinen neuen Wellness-Tempel genießen kann. Da wir unbedingt eine offene barrierefreie Dusche haben wollen und ich komplett gegen Glastrennwände bin (da putzt man sich ja dämlich), gibt es bei uns eine Duschwand, die wir aus einer Holzunterkonstruktion und Rigipsplatten aufgestellt haben.

Fragen über Fragen, Entscheidungen ohne Ende.

Genauso haben wir uns für eine Wandkonstruktion für die Waschbecken und den Toilettenbereich entschieden. Dadurch können wir einerseits Abstellfläche schaffen, gleichzeitig verstecken wir Leitungen, Kabel, Abflüsse hinter den Wänden und müssen die Wände nicht schlitzen. Beides ist natürlich Zeitaufwendig. Die Kanthölzer stützen die Rigipsplatten und stabilisieren das Konstrukt. Bevor die Holzkonstruktionen fertig gebaut werden konnten, mussten wir jedoch überlegen, wo wir Steckdosen brauchen, ob wir Lampen am Spiegel wollen, wie viele Wasserleitungen benötigt werden und auch die Stromzufuhr für die Fußbodenheizung einkalkulieren. Wo sollen die Wasserhähne rauskommen, wo die Zuleitungen für die Badewanne? Welche Leitungen brauchen wir für die Dusche? Wie weit müssen Wasserhähne und Hebel rausgucken, damit die Fliesen ganz am Ende nichts verstecken?

Zahlreiche Stunden und viel Denken, Rechnen, Messen und Zeichnen später hat Georg die Holzkonstruktionen errichtet. Von den Leitungen sieht man nichts mehr und Georg hat sogar noch kleine Regalflächen in die Wände für die Waschbecken eingebaut, in die Duschwand wird ein Radio eingesetzt.

Ein großer Schritt war geschafft (wenn nicht sogar der Größte). Wichtig bei selbst gezogenen Wänden aus Rigips im Bad ist, dass spezielle Feuchtraumplatten genutzt werden. Diese sind quasi imprägniert und speziell gegen Wasser versiegelt. Das reicht aber noch nicht. Nach dem Anbohren müssen alle Schrauben und die Übergänge zwischen den Platten mit Feuchtraumspachtelmasse verspachtelt werden. Dabei muss sehr genau gearbeitet werden, abschließend überstehende Spachtelmasse abschleifen. Wir haben auch an den Decken Rigipsplatten angebracht, weil die Decken durch vorherige Styroporplatten (vielleicht kennen einige diese hässlichen quadratischen Platten noch) die Decke geziert haben. Darunter war überall Kleber und teilweise Unebenheiten. Durch die Rigipsplatten haben wir dort jetzt auch eine ebene Decke.

See you soon

Bis hierhin soll es das erstmal gewesen sein. Im nächsten Blogpost wird es um Fliesen, Gestaltung und Fertigstellung gehen. Bleibt dran und seid gespannt!

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