Neues Bad, neuer Boden

1. Januar 2019 0 Von Stephanie

Die Veränderungen werden immer sichtbarer. Nicht nur der Abriss ist fortgeschritten und bis auf zwei bis drei Kleinigkeiten vollendet (wurde auch mal Zeit), sondern an anderer Stelle entstehen die ersten sichtbaren Neuerungen in unserem Haus.

Besonders deutlich wird das bisher im künftigen Bad. Dort haben wir den Boden und die ersten Rohrinstallationen (fast) fertig. Zuvor war der Raum ein Schlafzimmer, das mit Beton ausgegossen wurde. Da wir ein großes und geräumiges Bad wollen, wurde dieser Raum umfunktioniert. Das heißt, dass wir auch den Betonboden raus machen mussten, denn sonst hätte unsere heiß geliebte Fußbodenheizung keinen Platz gefunden und der Boden wäre zu hoch gewesen. Darunter: Sand. Das kam uns jetzt auch nicht ungelegen, mussten wir doch auch neue Abwasserrohre verlegen.

Georg hat die Abwasserleitungen entsprechend unserer Badplanungen gelegt. Also dorthin, wo Dusche, Badewanne, Toilette und Waschbecken sein werden

Beton raus, Rohre rein.

Es musste gemessen, verlegt, Sand abgetragen und dann alles neu verschlossen werden. Um eine gerade Fläche auch bis an die Wände des Zimmers heran zu haben, kam Ausgleichschüttung rein. Dadurch wird der Boden – wer hätte es gedacht – ebenmäßig und es entstehen keine Lücken zwischen Sand und Bodenplatten.

Hier sieht man die Ausgleichschüttung direkt über dem Sand. So erreicht man einen wirklich glatten ebenmäßigen Boden

Als die Ausgleichschüttung auf den ersten Quadratmetern verteilt war, haben wir bereits die Stryodur-Platten raufgelegt – das ist für die Dämmung, ähnlich wie Stryropor. Wobei Styrodur nicht so grobkörnig ist. Ihr kennt Styropor vielleicht vor allem aus Verpackungen von elektronischen Geräten. Bricht man diese Styropor-Teile auseinander, hat man viele kleine Kügelchen. Das ist bei Styrodur nicht der Fall. Wie auch immer, die Styrodurplatten wurden anschließend mit Styropor-Platten überdeckt. Das Styropor spielte dabei eine wichtige Rolle beim Verlegen der Fußbodenheizung. Die Platten waren in 8-Ecken ausgestanzt worden. Darüber kamen Blechschienen. Diese wiederum dienen als Führung für die Schläuche der Fußbodenheizung. So konnten wir alle notwendigen Bereiche des Raumes mit Fußbodenheizung bedecken. Dusche, Badewanne, Toilette und Waschbecken sowie zwei Wände, die wir noch im Bad ziehen werden wurden dabei auch freigelassen.

Die grünen Platten sind Styrodur, die weißen Styropor. Außerdem sieht man hier ganz gut die Schienen für die Schläuche.

Fußbodenheizung legen? Nie wieder. Hoffentlich

Die Schläuche zu legen war übrigens so gar kein Spaß. Neben Wutausbrüchen, weil es partout nicht klappen wollte und die Schläuche immer wieder hochkamen, war es für so ungeduldige Menschen wie uns sehr nervig den Schlauch in die einzelnen Schienen zu legen. Ich hoffe, wir müssen da nie wieder ran…

Nachdem die Heizung nun aber doch endlich ihren Platz gefunden hat, mussten sich die Schienen ein paar Tage legen. Dafür haben wir Estrichplatten (Fermacell) auf die Fußbodenheizung gelegt. Wir hatten uns dabei erhofft, dass die Schienen nicht wie zu Beginn immer wieder aus ihren Fassungen springen und die Schläuche und Schlaufen in Ort und Stelle blieben.

Wir wurden nicht enttäuscht. Einige Tage später kamen die Platten wieder runter, die Folie drauf und abschließend wurden die Estrichplatten über der Folie verlegt, verklebt und verschraubt. Der Heizkeisverteiler zur Wärmeverteilung ist auch noch nicht angeschlossen, das folgt in den nächsten Tagen. Jetzt heißt es: Fliesen aussuchen. Haben wir bisher nämlich noch nicht. Wir sind uns im Stil einig, müssen aber jetzt an die Optik ran. Ich bin so gespannt auf den endgültigen Look, wenn das Bad fertig ist.

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