Der Gedanke, ein Lager für Baumaterialien zu eröffnen

7. Dezember 2018 2 Von Stephanie

Wir sind jetzt an den Punkt gekommen, an dem wir massig Ware bestellen. Seien es Baustoffe, Heizungen, Rohre, Leitungen, Duschabläufe, Toilettenspülungen, Dämmung. Wenn es um die verschiedenen Möglichkeiten des Kaufes geht, kann man heutzutage auf alle möglichen Quellen zurück greifen. Klassisch beim örtlichen Händler und Fachverkauf oder online. Dabei lohnt es sich allemal zu vergleichen, zu recherchieren und auch zu feilschen. Das kostet viel Zeit, deswegen sollte man sich nicht kurz vor knapp mit den einzelnen Thematiken beschäftigen. 

Baustoffe

Wir haben uns intensiv mit verschiedenen Dämmungsarten und Putz auseinander gesetzt. Dabei schwirrte uns nicht nur einmal der Kopf (hauptsächlich schwirrte er Georg). 

Durch intensive Recherche haben wir die geeignete Methode gefunden unser Fachwerkhaus richtig zu dämmen. Durch die Fachwerkbauweise muss man einiges beachten. Die Dämmung darf nicht zu einer hermetisch abgeriegelten Festung führen, stattdessen muss das Haus „atmen“ können. Die Luftmuss zirkulieren und es darf auf keinen Fall Kondenswasser oder hohe Feuchtigkeit an Wänden entstehen. 

Aus diesem Grund haben wir uns für Holzfaserdämmplatten und das Verputzen mit Lehm entschieden (hier findet ihr auch einen Blogpost dazu: Lehm verputzen). Der Lehm sorgt für ein gutes Raumklima, welches auch aus gesundheitlichen Gründen sehr zu empfehlen ist. 

Jedenfalls gibt es so einige Firmen, die Holzfaserdämmplatten und Lehm herstellen. Und es gibt so einige Händler, die diese verkaufen. Unser Motto ist (meistens) „support your local dealer“, weshalb wir zunächst auf unseren örtlichen Baustoffhändler zugegangen sind und uns ein Angebot eingeholt haben. Natürlich sollte man UNBEDINGT mehrere Händler und auch Online-Shops nach einem Angebot fragen. Lasst euch dafür immer Kostenvoranschläge geben! Das hat zwei entscheidende Vorteile:

  1. Ihr könnt genau vergleichen, wie viel die einzelnen Stoffe in welcher Menge bei welchem Händler kosten.
  2. Ihr habt eine verbindliche Preisvorgabe. Der Händler darf nur 10% vom auf dem Kostenvoranschlag angegebenen Preis abweichen. Das macht bei hohen Rechnungen sehr viel aus.

Uns war es wichtig, dass wir auch im Notfall schnell und unkompliziert Baustoffe nachordnern können. Da sind örtliche Händler ein großer Vorteil. Im besten Fall hast du am selben Tag deine Materialien! Im Onlineshop dauert es immer ein paar Tage. 

…und der Zuschlag geht an…

Wir haben also bei mehreren Händlern angefragt und Preise verglichen. Als klar war, dass der örtliche Händler nicht der günstigste ist, sondern sogar deutlich teurer als ein anderer Händler von etwas weiter weg, haben wir einfach mal verhandelt und gefeilscht. In der Baubranche ist es ja nun so, dass man nicht nur einen Sack Putz oder eine Palette Dämmung braucht – meistens bestellt man viel und meistens auch immer beim selben Händler. Insofern ergeben sich für einen Händler ungeahnte Vorteile und viel mehr Gewinn, wenn er mit seinen Kunden handelt und sie langfristig an sich bindet, als teuer eine Ware zu verkaufen. Das hatte auch unser Händler begriffen und uns deshalb die Waren – die wir sonst von weiter weg gekauft hätten – reduziert. Damit kamen wir auf denselben Preis. Siehe da: Wir hatten günstige Baustoffe ergattert UND unseren Wunsch nach einem nahen Baustoffhändler erfüllt. 

Andere Materialien

Wir haben nun auch schon das Material für die Heizung bestellt: Heizkörper, Leitungen, Fußbodenheizung und eben alles, was dazu gehört. Den Heizkessel haben wir ja seit Beginn schon  installiert und nur in einen anderen Raum versetzt. 

Unsere Materialien für die Heizung haben wir im Internet bestellt. Das ging mit einer sehr intensiven Recherche von Georg einher. Ich weiß gar nicht, wie viele Abende er am Rechner saß und alle Teile, die man so braucht verglichen und Bewertungen gelesen hat. Gefühlt waren es mehrere Wochen. Bei der Bestellung dieser Teile sind wir sehr viel rationaler ran gegangen. Da wurden nur Preise verglichen. Klar, auch hier haben wir örtliche Händler angefragt. Aber die Unterschiede im Kostenvoranschlag waren teilweise so hoch, dass wir bei der Onlinebestellung geblieben sind. Nach einer Woche waren fast alle Teile da. Eine Bestellung ist verloren gegangen bzw. war der Spedition nicht klar, wo unser Haus ist. Verrückt, oder? Das ist natürlich der deutliche Nachteile bei Onlineshopping. Wenn was verloren geht, hast du mitunter keinen direkten Ansprechpartner oder musst ewig mit Spedition oder Händler diskutieren…das war ein totaler Krampf und hat Nerven gekostet. Es kam nach viel Herumtelefoniererei letztendlich an. Aber nochmal sollte das nicht passieren…

Wie ihr euch letztendlich entscheidet, bleibt natürlich euch überlassen. Unsere Empfehlung ist aber, dass man die örtlichen Händler unbedingt mit einbeziehen sollte. Feilschen ist keineswegs dreist oder unhöflich. Im besten Fall nutzt es sowohl Kunde als auch Händler. Man muss nur deutlich sagen, was gewünscht ist. Und hartnäckig bleiben. Selbstverständlich werden wir kein Lager eröffnen 😉 Aber es fühlt sich momentan noch so an, als wäre bei uns ein Umschlagsplatz für Baumaterial…

Sei der erste, der diesen Beitrag teilt!