Diese Sache mit der Bank…

10. August 2018 Aus Von Stephanie

Kaum jemand hat das nötige Kleingeld, um den Kauf und die Sanierung eines Hauses zu bezahlen. Umso wichtiger ist es, dass man sich mit den zahlreichen Möglichkeiten der Baufinanzierung und Kreditvergaben der Bank beschäftigt. 

Wir machen keine Rechts- oder Finanzberatung! Wir weisen nur auf die Punkte hin, die uns während des Hauskaufs aufgefallen sind und die bedacht werden müssen. 

Wir erheben des weiteren keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Alle Angaben sind ohne jegliche gewähr und dienen zur reinen orientierung. bitte wendet euch unbedingt an fachpersonal, wie banken, versicherungen usw.

In unserem Blogbeitrag zum Hauskauf haben wir bereits auf die Punkte hingewiesen, die man vor dem Kauf unbedingt bedenken und mit dem Partner besprechen muss. Heute geht es ums Geld…

Wie fängt man am besten an?

Zunächst musst du wissen: hast du einen Job? Was verdienst du? Welche festen Ausgaben hast du (Miete, Versicherungen, Handy und Telefone, Auto, Lebensmittel etc.)? Was bleibt am Ende des Monats übrig? Kannst du noch Geld zum Sparen beiseite schaffen? Idealerweise kannst du auch weiterhin normal leben und gehst nicht nur für das Haus arbeiten. Außerdem ist es ratsam sich über die Zukunft Gedanken zu machen. Wenn du (oder ihr) Kinder habt oder haben werdet, könnt ihr euch das dann leisten? Am besten machst du eine Auflistung an Einnahmen und Ausgaben – also richtige Haushaltsführung, wie Mutti das immer wollte. Das ist in diesem Fall wirklich hilfreich und sinnvoll (ich mache das übrigens seitdem ich berufstätig bin). Nur so behält man alles einigermaßen im Blick. 

Rate berechnen. Und zwar so, dass es wirklich passt!

Wenn man ein Haus kauft, fällt natürlich eines weg: deine Miete. Das ist erstmal super. War vermutlich eh viel zu viel…

Aber freu dich nicht zu früh. Statt Miete hast du nun andere feste Ausgaben, die nur durch das Haus auf dich zukommen:

  • Grundsteuer (die berechnet sich nach der Grundstücksgröße. Einen groben Überblick erhältst du bei SteuerGo   – ich bewerte das aber nur als groben Richtwert! Die Grundsteuer pro qm erfährst du bei deiner Stadtverwaltung
  • Nebenkosten, die du vorher nicht hattest. Nämlich Müllgebühren, Schornsteinfeger, Abwasser und Wasser, Wohngebäudeversicherung, Hausrat (sollte man eigentlich auch ohne Haus haben), Straßenreinigung, Heizkosten (welcher Energieträger wird verwendet?) und natürlich Strom (der wird deutlich teurer werden bei mehr Räumen)
  • Rücklagen, die man für evtl. Reparaturen und Modernisierungen (sie werden kommen!) haben sollte
  • Risikolebensversicherungen werden von Banken empfohlen und auch ich halte diese Versicherung für extrem sinnvoll. Diese Versicherung greift dann, wenn der Partner verstirbt. Ohne Versicherung lauft ihr Gefahr, dass ihr die Raten nicht mehr tragen könnt (ihr müsst ja jetzt alles alleine zahlen) und mittelfristig eurer Eigenheim verliert. Das ist neben dem viel schlimmeren Verlust eines geliebten Menschen ein weiterer Stressfaktor, den man vermeiden kann. 

Wir haben unsere monatlichen Nebenkosten für zwei Personen sehr großzügig angesetzt. Das Besondere bei uns aber, dass unser Grundstück unwahrscheinlich groß ist. Unser Verbrauch ist aber relativ normal bis niedrig. 

Wünschenswert wäre natürlich, wenn man die Höhe der Miete als Rate ansetzen kann und zusätzlich auch die Nebenkosten wuppt. Da müsst ihr schon sehr genau rechnen. 

Wichtig ist, dass man sich nicht übernimmt, nur um ein Haus zu haben! Nach fünf (in Zahlen: 5!!) Berechnungen sind wir uns sicher gewesen – wir können das. Was ich damit sagen will: seid nicht leichtfertig. Ihr bindet euch sehr lange an dieses Objekt und wollt schließlich auch noch leben.

Habt ihr am Ende der Rechnung noch Geld übrig? Für Kleidung, Freizeit, Leben? Prima! Dann vereinbart einen Termin mit der Bank. Erzählt genau, was ihr wollt, was ihr nicht wollt, was euch im Kredit wichtig ist…Und dann kann es losgehen!

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